Hier stelle ich euch einige unserer gefiederten Mitbewohner vor,

                        

                      

Dies sind Yokohamas wir haben einen Hahn und eine Henne und hoffen das wir dieses Jahr einige Küken nachzüchten können.

Die älteste der drei Langschwanzrassen ist das aus Japan stammende Yokohamahuhn.

Im Jahre 1864 kamen die ersten Tiere nach Paris und gelangten von dort nach Deutschland.

Diese elegante Zierhuhnrasse wird bei uns in dem einmalig gezeichneten rotgesattelten Farbschlag und in rahmweiß gezüchtet. Die Tiere bestechen durch ihre durchgehende und fließende Eleganz von der Schnabelspitze bis zum Schwanzabschluß. Alles was dem Typ der weichen, fließenden Eleganz widerspricht, ist zu beanstanden. Der Abschluß der Hähne besteht aus stark entwickelten, dünnen, aber festschäftigen langen Steuerfedern, gleichfalls festschäftigen und schmalen weit hinausragenden, nur am Ende abwärts gebogenen Sicheln und zahlreichen Nebensicheln. Der Abschluß wird waagerecht getragen, so daß die langen Federn in leichtem Bogen sich abwärts neigen und die Erde streifen.

Wer sich mit einer Legeleistung zwischen 50 und 100 Eiern von etwa 50 Gramm zufrieden gibt und sich an der bestechenden Eleganz und Federstruktur erfreuen möchte, dem sei diese Rasse empfohlen.

Jokohama haben ein angenehmes Temperament und sind sehr zutraulich. Sie lieben einen weiten Auslauf mit natürlichem Bewuchs. Die Hennen sind vorzügliche Brüterinnen und Ziehmütter für allerlei Geflügel.

 




 


 

 

 

Das sind Karins Reichshühner,eine in Deutschland immer weniger gezüchtete Hühnerrasse,sie legen eigendlich gut und sind auch sonst sehr verträglich mit anderen Hühnern.

Deutsches Reichshuhn:



Kennzeichen:

Das Reichshuhn ist ein mittelschweres Landhuhn mit lebhaftem Temperament. Sie werden in den Farben weiß, hell, gelb-columbia, gestreift, rot, schwarz, silber-schwarzgesäumt, gold-schwarzgesäumt und birkenfarbig gezüchtet.

Das Gewicht des Hahnes liegt bei 2,5 bis 3,5 kg, das der Henne bei 2 bis 2,5 kg.

Verbreitung:

In ganz Deutschland verbreitet.

Herkunft:

Diese urdeutsche Züchtung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Vorhaben, ein deutsches Nationalhuhn zu züchten. 1907 erfolgte die erste Ausstellung, 1908 wurden in Hannover die Reichshühner als Rasse anerkannt.

Diese entstand durch Einkreuzung rosenkämmiger weißer Orpington, weißer und heller Wyandotten, weißer Dorking, Minorka sowie Sussex in die gesperberten Mechelner und Dominikaner.

Eigenschaften/Leistung:

Das schnellwüchsige Huhn ist leicht mästbar und zeichnet sich durch zartes, weißes Fleisch aus. Die Eierleistung der Henne liegt bei 180 rahmgelbschaligen Eiern im ersten Jahr, im zweiten Jahr sinkt die Leistung auf ca. 140 Eier ab. Das Ei -Mindestgewicht liegt bei 55 g. Der Bruttrieb der Henne ist nur mäßig ausgebildet.

Besonderheiten:

Bemerkenswert bei den zutraulichen Tieren ist die stolze Haltung, sie sind wetterhart und eifrige Futtersucher.

Bestand:

Nach Bestandesrecherchen von 1997 existieren in Deutschland derzeit 120 Bestände mit insgesamt 1252 Tieren.

Gefährdungsgrad:

Zur Bestandsbeobachtung in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 


Sulmtaler
(Die Bilder stammen von Werner Lamkemeyer
 
 

Malaien sind die größte und schwerste Hühnerrasse und können aus sich heraus bestehen ohne dauernde Einkreuzungen einer anderen Rasse, die evtl. "frisches" Blut einschleust. Durch die lange Zucht in Menschenhand, seit ca 5000 Jahren, sind die Malaien durch Selektion recht zahm und den Menschen zugetan.Das Merkmal der Malaien ist seine Dreibogenlinie, die aus Hals-, Rücken-, und Schwanzbogen besteht. Auch der eigentümliche Wulstkamm, der wie eine Erdbeere aussieht und die Körperform der Tiere ist unverwechselbar.Unsere Malaien lieben es gestreichelt und verwöhnt zu werden.Was das Futter angeht sind sie sehr unkompliziert und ganz und gar nicht verwöhnt,man sollte sie aber nicht als "Mülleimer" mißbrauchen!!! Wenn man sie gut ernährt und ihnen viel Aufmerksamkeit schenkt sind sie dankbar und anhänglich.Wenn es besondere Leckereien gibt kommen sie auch schon mal auf den Schoß,aber vorsicht sie sind nicht "stubenrein".Aber wer sich Hühner hält kann mit einem Fleck auf der Hose gut leben,so geht´s mir zumindest.Ich kann jedem der sich Malaien zulegt nur bestätigen das er sehr freundliche und lebhafte Tiere bekommt die ihn normalerweise nicht überfordern.Wer Geschmack an Malaien gefunden hat sollte sich an Werner Lemkeyer aus Emsdetten wenden,ich denke mal er hat immer gute und gesunde Tiere abzugeben und steht Anfängern gern mit Rat und Tat zur Seite.

 

 Das ist (war) unser Hahn "Boss" wir mußten ihn leider abgeben weil ein "sehr lieber" Nachbar seinen "Gesang" nicht so toll fand.Solche Nachbarn sollte man .............  naja ihr wißt schon

  Malaien in ihrem Gehege

Standard Ko Shamo

 

Herkunft: Japan. In Deutschland erstmals 1990 unter dem Namen Ko Gunkei anerkannt.

Gesamteindruck: Hochaufgerichtetes, sehr lebhaftes, kleines Kampfhuhn, mit markant ausgeprägter Rücken- und Schulterpartie und kämpfertypischen ausdrucksvollen Kopfpunkten, sowie scharfem Blick. Die Größe teilt sich proportional in 1/3 Halslänge und Kopf, 1/3 Rumpf und 1/3 Schenkel und Läufe, wobei der Hals etwas länger erscheint. Besondere Merkmale sind die knappe Befiederung, das nackt hervortretende Brustbein und die teilweise nach gebogenen Steuerfedern (Garnelenschwanz).

 

Rassemerkmale Hahn:

Rumpf: breit, aufgerichtet getragen; nach hinten verjüngt; knapp befiedert.

Hals: Lang; oben kräftig und leicht gebogen; zum Körper hin etwas schmaler werdend; fast senkrecht getragen; der Behang ist kurz und reicht nach vorne bis an die Kehlwamme.

Rücken: breit; mittelang; gerade; zum Schwanz hin stark abfallend und schmaler werdend.

Schultern: breit; nach außen deutlich hervorstehend; in Verbindung mit der markanten Rückenpartie wird von Schulter zu Schulter eine querverlaufende Fünf-Bogen-Linie erkennbar.

Flügel: kurz und kräftig; deutlich abgesetzter Flügelbug; fest anliegend getragen; durch die knappe Befiederung ist der Flügel zwischen Hand- und Armschwingen offen.

Sattel: kurz und knapp befiedert.

Schwanz: kurz; gesenkt getragen; die Hauptsicheln leicht nach unten gebogen; die unteren zwei bis drei Steuerfedern sind nach oben gebogen und ragen seitlich etwas heraus.

Brust: breit und voll; nach vorne und zum Flügelbug gut gerundet; straff bemuskelt; durch die knappe Befiederung tritt das Brustbein nackt hervor.

Bauch: straff; knapp entwickelt und wenig hervortretend.

Kopf: groß; breit; Schädel über den Augen hervortretend; mit ausgeprägten, nach hinten offenen Augenwülsten; Hinterkopf gut gerundet.

Gesicht: groß; fleischig; rot; wenig befiedert:

Kamm: Walnusskamm; gut gerundet; fest und breit aufsitzend; nahezu flache Oberseite; den Schädel seitlich nicht überragend.

Kehllappen: sehr klein; wenig ausgebildet; die Kehlwamme nicht überragend.

Kehlwamme: ausgeprägt; insbesondere bei Alttieren; rot.

Ohrlappen: gut entwickelt; rot.

Augen: groß; perlfarbig; gelblich bis orange bei Jungtieren gestattet.

Schnabel: kurz und kräftig; gut gebogen.

Schenkel: gut mittellang; sehr muskulös und stark hervortretend.

Läufe: mittellang; gerade; mehrreihige feine Schuppenbildung bis an die Zehenansätze reichend; kantig erscheinend.

Zehen: kurz; kräftig; gut gespreizt und gerade.

Gefieder: kurz; hart; sehr knapp und fest anliegen.

Rassemerkmale Henne:

Dem Hahn entsprechend, bis auf geschlechtsbedingte Unterschiede, jedoch nicht ganz so aufrecht in der Körperhaltung.

Grobe Fehler Rassemerkmale:

Waagrechte Körperhaltung bei beiden Geschlechtern; stark abweichende Drittelung in Hals/Kopf, Rumpf und Schenkel/Läufe; schmaler Körper, zu enger Stand; zu wenig hervortretende Schulterpartie; lange und lose Befiederung; lose, hängende oder auf dem Rücken aufliegende Flügel; fehlende mehrreihige Beinschuppung; runde Läufe; rote Augenfarbe bei Jung- und Alttieren.

 

 

Farbenschläge:

Allgemeiner Hinweis: Zugunsten von Typ und Form sind geringe Abweichungen in Farbreinheit und Zeichnung von untergeordneter Bedeutung.

 

Gold-weizenfarbig:

Hahn: Kopf goldbraun, Hals- und Sattelbehang dunkel-goldgelb ohne Schaftstrich. Schulter und Rücken goldrot. Handschwingen schwarz mit braunem Außensaum. Armschwingen Innenseite schwarz, Außenseite braun, das Flügeldreieck bildend. Flügelbinden, Brust, Bauch, Schenkel und Schwanz schwarz.

Henne: Kopf- und Halsgefieder rötlichbraun, geringe mattschwarze Einlagerungen im Halsbehangende gestattet. Mantelfarbe weizenfarbig. Brust Bauch und Schenkel hellsemmelfarbig. Schwingen dunkel weizenfarbig mit schwarzbraunen Einlagerungen auf der Innenfahne.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler: Beim Hahn: Schwarzes Flügeldreieck; zu wenig goldrot im Rücken und Flügeldecken; Zeichnung auf der Brust. Bei der Henne zu helle oder zu braune Mantelfarbe; Rieselung im Mantelgefieder. Starker Schilf bei beiden Geschlechtern.

 

Blau-weizenfarbig:

Hahn und Henne wie Gold-weizenfarbig, jedoch blau anstelle von schwarz.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler: Zu helles oder zu dunkles Blau; starker Schilf. Beim Hahn: blaues Flügeldreieck und Zeichnung auf der Brust; zu wenig Goldbraun auf Rücken und Flügeldecken. Bei der Henne: Zeichnung im Mantelgefieder.

 

Silber-weizenfarbig:

Hahn: Kopf goldorange, Hals- und Sattelbehang goldgelb, nach unten bräunlich, mit silbriger Säumung. Rücken und Flügeldecken satt orange. Armschwingen Innenfahnen schwarz, Außenfahnen gelblichweiß, nach innen bräunlicher Überlauf gestattet, das Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz mit angedeutetem weißem Außenrand. Große Flügeldeckfedern (Binden) schwarz mit bläulichgrünem Glanz. Brust, Bauch, Schenkel und Schwanz schwarz.

Henne: Kopf weizenfarbig. Halsbehang mattbraun mit silbriger Säumung; geringe mattschwarze Einlagerungen im unteren Teil gestattet. Rücken und Mantelgefieder hell weizenfarbig, Flügeldreieck etwas dunkler. Schwingen weizenfarbig mit schwärzlichen Einlagerungen auf den Innenfahnen. Brust, Bauch und Schenkel elfenbeinfarbig. Schwanz grauschwarz mit bräunlicher Schattierung.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler: Beim Hahn: Fehlende Silbersäumung im Hals und Sattelbehang; Zeichnung auf der Brust; schwarzes Flügeldreieck, zu wenig Orange im Rücken und Flügeldecken. Bei der Henne: Fehlende Silbersäumung im Halsbehang; zu helle, mehlweiße Mantelfarbe, Rieselung in Mantelgefieder. Starker Schilf bei beiden Geschlechtern.

 

Weiß:

Hahn und Henne rein weiß, leichter gelblicher Anflug in den Behängen beim Hahn gestattet.

Lauf- und Schnabelfarbe gelb.

Grobe Fehler: Starker gelber Anflug; zahlreiche andersfarbige Federn im Gefieder.

 

Schwarz:

Hahn und Henne schwarz mit Grünglanz.

Lauffarbe gelb mit starkem dunklem Anflug. Schnabelfarbe gelblich mit dunklem First.

Grobe Fehler: Viele rote Federn im Halsbehang; Zeichnung im Mantelgefieder der Henne

 

Schwarz-rot

Hahn: Tiefschwarz mit Grünglanz. Kopf-, Hals- und Sattelbehang satt goldrot mit kräftiger schwarzer Schaftstrichzeichnung in den Behängen. Schultern braunrot.

Henne: Schwarz mit Grünglanz. Kopf und Halsbehang satt goldrot mit kräftiger Schaftstrichzeichnung. Rotbrauner Saum im Vorderhals gestattet.

Lauffarbe gelb mit starkem dunklem Anflug. Schnabelfarbe gelblich mit dunklem First.

Grobe Fehler: Braun im Flügeldreieck des Hahnes oder im Mantelgefieder der Henne.

 

Gesperbert:

Jede Feder im mehrfachen Wechsel von dunkelschiefergrau und hellblaugrau leicht bogig quer gesperbert; beim Hahn in etwa gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile breiter als die hellen.

Lauffarbe gelb. Schnabelfarbe gelblichhornfarbig.

Grobe Fehler: Stark ungleichmäßige Sperberung; Rost; Schilf.

 

 

Gewichte:

Hahn 800 bis 1000g, Henne 600 bis 800g

 

Bruteier-Mindestgewicht:

30g

 

Schalenfarbe der Eier:

Cremefarbig bis bräunlich

 

Ringgrößen:

Hahn 13 (VII), Henne 11 (VIII)

 Ko-Shamo 1.0  

 

Neben Malaien und Ko-Shamos haben auch noch Tuzo bei uns ein zuhause.

  1.0(schwarz) 0.2(weiß)

Zur Zeit halten wir 1.4 Tuzo in schwarz,sie sind sehr anhänglich und zahm.Auch mit anderen Vögeln lassen sie sich gut zusammen halten,obwohl sie zu den Kämpfern gehören sind sie recht friedfertige Gesellen      

 Goldfasane 1.1 aus eigener Zucht

 Unser Silberfasanhahn

Hier haben wir einen Ringfasan,wir haben außerdem noch Gold-, Silber- und Amherstfasane,

Altenglische Kämpfer: Wir haben 2 Hähne und 9 Hennen, hierbei handelt es sich um sehr zutrauliche und mutere Gesellen die uns viel Freude machen

Und hier noch einige interessante Infos

Auerhuhn

AuerhuhnWissenschaftliche Bezeichnung:
Tetrao urogallus

Natürliche Verbreitung:
Nord-/Westeuropa, Nordasien

Das Auerhuhn ist in seinem ehemals großen Verbreitungsgebiet sehr selten geworden. Ursprünglich war es in Nord- und Westeuropa bis nach Nordasien hinein verbreitet.

Lebensraum Auerhühner benötigen einen vielgestaltigen Lebensraum: weite Mischwälder mit Sumpfstellen und Mooren, aber gerade dieser Landschaftstyp verschwindet in unserer intensiv genutzten Umwelt immer mehr, ein entscheidender Grund für das Verschwinden dieses eindrucksvollen Vogels aus unserer Landschaft.

Lebensweise Die Vögel sind auf abwechslungsreiche Nahrung wie Insekten, Würmer, Schnecken, Knospen, Blüten, Waldbeeren usw. angewiesen, die durch intensive Forstwirtschaft stark geschmälert wird. Im Sommer sind die Auerhühner meist in Gestrüpp und Gras verborgen, während sie sich zu anderen Jahreszeiten häufig auf Bäumen aufhalten. Hier wählen sie dicke Äste und drücken sich auf der windstillen Seite dicht an den Stamm, um Schutz vor rauhem Wetter zu finden.

Gestalt Das Auerhuhn ist das größte Rauhfußhuhn. Bei einer Gesamtlänge von etwa 90 cm erreichen die Männchen ein Gewicht bis zu 6 kg, die Weibchen sind kleiner und nur halb so schwer. Das Männchen ist dunkelgrau, schwarz und braun, mit grün schillerndem Brustfleck. Während der Balz schwellen die »Rosen« über den Augen des Auerhahns stark an. Er hat einen breiten, abgerundeten Schwanz. Das Weibchen hat dagegen einen Gabelschwanz, ist dunkelbraun mit einem rostfarbenen Brustfleck.

Verhalten Nicht nur das Aussehen, sondern auch das Verhalten der Geschlechter weist starke Unterschiede auf. Der Auerhahn ist ungesellig und streitsüchtig. Nur in der Paarungszeit trifft er mit Weibchen zusammen. Auerhennen dagegen trifft man zu mehreren an, sie bleiben auch nach der Brutzeit mit den jungen Weibchen bis zum nächsten Frühjahr zusammen.

Fortpflanzung Von März bis Mai findet die Balz der Auerhähne statt. Schon in den frühesten Morgenstunden kann man die ziemlich leisen Balzgesänge hören. Die Balz beginnt auf starken waagerechten Ästen hoher Bäume und wird auf dem Boden fortgesetzt. Hierbei stellt der Auerhahn den Schwanz gefächert aufrecht, streckt den Hals weit senkrecht nach oben und sträubt den »Bart«. Die Flügel sind dabei nach unten gespreizt. Jeder Hahn hat sein eigenes Revier, bei Überschneidungen kommt es zu Kämpfen. Gewöhnlich versammeln sich mehrere Hennen unter dem Baum des balzenden Hahnes, bis dieser zu ihnen herab fliegt und sie begattet.

Während der Balz konnte der Hahn früher leicht geschossen werden, da seine sonst empfindliche Reaktion gegenüber Störgeräuschen gehemmt ist: Der Auerhahn ist tatsächlich »blind vor Liebe«. Dadurch ist er in vielen Gebieten ausgerottet worden.

Das Weibchen nistet auf freieren Stellen im Walde. In die gescharrte Mulde werden 5-12 (bis zu 15) Eier gelegt. Nach einer Brutzeit von 4 Wochen schlüpfen die Jungen; sie werden lange gefüttert und verteidigt, da sie nur langsam selbständig werden. Im Herbst sondern sich die jungen Hähne ab und vereinzeln sich mit Beginn des Winters.

 

 

Birkhuhn

BirkhuhnWissenschaftliche Bezeichnung:
Lyrurus tetrix

Natürliche Verbreitung:
Mitteleuropa

Die Länge des männlichen Birkhuhns beträgt rund 53 cm, die der Henne 41 cm. Der Hahn hat ein blauschwarzes Gefieder, eine weiße Flügelbinde, weiße Unterschwanzdecken und weißbefiederte Läufe. Der Schwanz ist leierförmig geschwungen. Die großen »Rosen« über den Augen leuchten rot. Das Weibchen ist durch das braune, quergewellte Gefieder vom Hahn zu unterscheiden. Die Läufe sind bis zu den Zehen dicht befiedert, der Schnabel ist schwarz. Die Henne ist der Auerhenne ähnlich und trägt ein rostgelb und schwarz gebändertes Federkleid. Die »Rosen« sind durch einen schmalen, roten Strich über den Augen angedeutet.

Verbreitung Die Verbreitung deckt sich mit der des Auerhuhns. Birkhühner waren ursprünglich in ganz Mitteleuropa und fast in ganz England heimisch. Heute sind sie sehr selten, auch durch Abschuss stark dezimiert, zählten aber früher in Mitteleuropa zu den weit verbreiteten Wildhühnern. Moorkultivierungen und Aufforstungen haben ihre Lebensräume zunehmend eingeengt.

Lebensräume Birkhühner leben im Tiefland in Mooren und Heiden, im Gebirge an der oberen Waldgrenze. In Deutschland findet man das Birkhuhn vereinzelt nur noch in einigen norddeutschen Mooren und im Bayerischen Wald.

Nahrung Die Vögel fressen allerlei Grünzeug, Sämereien, Getreide, Beeren, auch Insekten und Würmer. Sehr gern wird auch junge Birkenrinde geschält (»Birkhuhn«!), weshalb Orte bevorzugt werden, wo reichlich Birken stehen.

Lebensweise Birkhühner sind Standvögel, die im Gegensatz zum Auerwild gesellig leben. Im Winter ruhen Birkhühner am Erdboden und lassen sich manchmal bis zum Kopf völlig einschneien.

Fortpflanzung Bereits im März finden sich die Hähne zu ihren eindrucksvollen Balzspielen. Laut mit den Flügeln schlagend, springen sie in die Höhe, rufen dabei zischend »tschuwi« oder tragen untereinander Scheinkämpfe aus. Die Balzspiele der Hähne werden z. B. im »Schuhplattler«-Tanz nachgeahmt!

Bei den polygamen Birkhühnern kümmern sich die Hähne nicht um den Nestbau und die Brutpflege. Nur die Henne scharrt eine Bodenmulde, die sie oft zwischen Binsen verbirgt. Hier brütet sie von Mai bis Juni die 6-10 hellbraunen, vereinzelt rotbraun gefleckten Eier aus. Die Brutdauer beträgt 27 Tage. Sind die oberseits braunrot und unterseits hellgelblich bedunten Küken geschlüpft, führt die Henne sie zur Nahrungssuche vom Nistplatz fort. Die Jungen können schon nach 2 Wochen fliegen.

Auch Bastarde, vor allem zwischen Birkhahn und Auerhenne, kommen vor. Sie werden Rackelhühner (Rackelwild) genannt.

Gefährdung Das Birkhuhn ist durch die Zerstörung seines Lebensraumes so selten geworden, dass es auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere steht.

 

 

Frankoline

FrankolineWissenschaftliche Bezeichnung:
Francolinus

Natürliche Verbreitung:
Afrika, Asien

Frankoline bilden die artenreichste Gattung der Feldhühner. Sie sind mit etwa 31- 42 cm Größe, kräftigen Läufen, kurzen und abgerundeten Flügeln im äußeren Erscheinungsbild dem Rebhuhn ähnlich. Der Schwanz hat 14 Steuerfedern. Bei den meisten Arten tragen die männlichen Vögel einen kräftig ausgebildeten Sporn an jedem Lauf, der 32 cm große Doppelspornfrankolin (Francolinus bicalcaratus) sogar deren zwei. Bei einigen Arten sehen die Geschlechter gleich aus, andere zeigen einen ausgeprägten Dimorphismus.

Verbreitung Frankoline leben in den tropischen Regionen Afrikas und Asiens (von Kleinasien und Zypern bis nach Indien und Südostchina). Ihre nördliche Verbreitungsgrenze liegt etwa am Kaukasus.

Lebensraum Die Lebensstätten der zahlreichen Frankolin-Arten sind recht unterschiedlich; gewöhnlich kommen die einzelnen Arten lokal in einem typischen Landschaftsstrich vor. An menschliche Siedlungen und Kulturlandschaften passen sich Frankoline sehr gut an. Dichte Wälder West- und Zentralafrikas, offenes Grasland, Feldgehölze sowie Buschlandschaften und steinige Karstflächen sind die Lebensräume unterschiedlich angepasster Frankoline.

Lebensweise Den meisten Arten gemeinsam ist die ausgeprägte Neigung, sich am Boden aufzuhalten und zu Fuß aus einem Gefahrenbereich zu gelangen. Einige wenige Frankoline ziehen sich jedoch zum Schlafen und Ruhen in dichtbelaubte Bäume zurück, andere halten sich bei feuchtem Wetter vorzugsweise auf erhöhten Standorten auf.

Besonders während der Morgen- und Abenddämmerung, in der Brutzeit, oft aber auch den ganzen Tag über, rufen die Hähne von erhöhten Warten aus.

Sowohl in Afrika als auch in ihrer asiatischen Heimat sind Frankoline leider ein beliebtes Jagdwild, zudem noch ein sehr schmackhaftes.

Fortpflanzung Stellvertretend für die anderen Arten sei hier nur das Fortpflanzungsverhalten des Halsbandfrankolins (Francolinus francolinus) beschrieben. Sein bevorzugter Lebensraum sind weitläufige, mit Gestrüpp bestandene und teilweise feuchte Gras- und Wiesenlandschaften, in denen er sein Nest am Boden anlegt. Es ist eine flache Bodenmulde, gelegentlich auch ein wenig mit Gras ausgelegt und meist recht gut durch überhängendes Gras oder Buschwerk verborgen.

In Kleinasien beginnt die Brutperiode im April bis Mai, in Indien z. B. währt sie von März bis Oktober. Zwei Jahresbruten sind häufig. Auch die Gelegegröße ist bei den einzelnen Rassen unterschiedlich, 6 oder 8-12 Eier sind recht häufig. Nur das Weibchen brütet 18-19 (-23) Tage lang, während sich das Männchen in der Nähe aufhält. Die bräunlich bedunten Jungen sind ausgesprochene Nestflüchter; sie werden von beiden Altvögeln geführt und bleiben bis zum nächsten Frühjahr im Familienverband zusammen.

Nahrung Frankoline sind recht anpassungsfähig in der Zusammensetzung ihrer Nahrung. Neben Körnern, Grassamen, Schösslingen, Beeren und anderen Früchten nehmen sie auch gerne Insekten und deren Larven sowie diverse andere kleine Gliedertiere auf.

 

 

Hoatzin

HoatzinWissenschaftliche Bezeichnung:
Opisthocomus hoatzin

Natürliche Verbreitung:
Südamerika

Ein äußerst merkwürdiger Vogel ist der 60-65 cm lange Hoatzin aus dem nördlichen Südamerika. Der Name Hoatzin ist indianischen Ursprungs, im Deutschen werden diese Hühnervögel auch Schopfhühner oder Zigeunerhühner genannt. Einige Übereinstimmungen im Körperbau legen die Verwandtschaft zu Hühnervögeln nahe, jedoch gibt es viele anatomische Besonderheiten, aufgrund derer manche Zoologen den Hoatzin in eine eigene Ordnung stellen.

Merkmale Von allen anderen Vögeln unterscheiden sich die Schopfhühner in ihrer Spezialisierung auf Blätter (überwiegend Aronstabgewächse, Araceae) als ausschließliche Nahrung sowie durch ihre sehr urtümlichen Krallen an den 1. und 2. Fingern(!) im Jugendstadium.

Die Hauptarbeit der Verdauung leistet beim Hoatzin sein muskulöser Kropf (eine Bildung der Speiseröhre); er ist um ein Vielfaches größer als der eigentliche Magen und innen mit Hornleisten versehen, welche die großen, abgerupften Blätterstücke zu einem feinen Brei zerreiben. Der große Kropf liegt außerhalb des Brustkorbes zwischen Brustbein und Haut. Der »Kiel« des Brustbeins - die Ansatzfläche für die Flugmuskulatur - ist stark zurückgebildet. Hoatzins können daher nur schwerfällig über kurze Entfernungen fliegen.

Lebensweise Schopfhühner legen ihre Nester immer wenige Meter oberhalb einer Wasserfläche an; die Jungvögel können sich daher bei Gefahr direkt aus dem Nest oder aus dem umliegenden Geäst (wo sie gerne mit Hilfe ihrer krallenbewehrten Flügel umherklettern) einfach ins Wasser fallen lassen. Während erwachsene Hoatzins das Wasser meiden, können die Nestlinge recht gut schwimmen und tauchen. Sobald die Gefahr vorüber ist, hangeln sich die Jungvögel an überhängenden Zweigen wieder zum Nest empor.

Derart bewegliche und krallenbewehrte Finger sind einmalig unter den heute existierenden Vogelarten; nur vom fossilen »Urvogel« Archaeopteryx kennt man diesen Flügeltyp. Hoatzins aber deswegen als »primitive« Vögel einzustufen, ist sicherlich verfehlt, da sie im übrigen einige weitgehende Spezialisierungen aufweisen. Bei erwachsenen Schopfhühnern sind die Krallen zurückgebildet.

Hoatzins leben gesellig in niedrigen Bäumen und Gebüschen der Ufervegetation von Flüssen sowie in Überschwemmungsgebieten, wo sie unter heiseren Rufen in kleineren Trupps umherziehen.

Fortpflanzung Auch während der Fortpflanzungsperiode bleiben die Vögel zusammen und brüten kolonieweise. Die Nester werden recht locker aus dünnen Zweigen zusammengefügt; das Gelege besteht aus 2-5 Eiern, die etwa 4 Wochen lang von beiden Altvögeln bebrütet werden. Bereits kurz nach dem Schlüpfen sind die Nestlinge recht kletterfreudig und schwimmtüchtig. Sie werden etwa 2-3 Wochen lang von den Eltern aus dem Kropf gefüttert. Nach dem Ausfliegen streifen Jung- und Altvögel dann gemeinsam umher. Beim Ruhen und Schlafen legen sich Hoatzins mit dem »Bauch« (hintere Brustbeinregion) auf einen Ast.

 

 

Hokkos

HokkosWissenschaftliche Bezeichnung:
Cracidae

Natürliche Verbreitung:
Mittel-/Südamerika

Hokkos sind Hühnervögel von Fasanen- bis Truthahngröße (Gesamtlänge 47-100 cm, Gewicht 0,5-4,8 kg), die ausschließlich in tropischen und subtropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas leben, wo sie in Waldgebieten und anderen Regionen mit dichter Vegetation vorkommen.

Lebensweise Die großen Arten suchen ihre Nahrung - überwiegend Früchte, Samen, Knospen - auf dem Boden, kehren aber nachtsüber zu Ruheplätzen in höheren Bäumen zurück, bei Gefahr flüchten Hokkos ebenfalls ins schützende Astwerk. Kleinere Arten - Schakuhühner oder Guans - leben fast ausschließlich in den Baumkronen, wo sie nach Früchten und Beeren suchen.

Fortpflanzung Auch bauen die meisten Arten dieser Familie ihre flachen Nester aus mittelgroßen Zweigen, Laub und Gräsern im Geäst der Bäume, meist nur wenige Meter über dem Erdboden. Nur wenige andere Hühnervögel legen wie die Hokkos ihre Nester nicht auf dem Boden an.

Das Gelege besteht meist aus 2-3 verhältnismäßig großen, rauhschaligen Eiern, die nur von der Henne 22-35 Tage lang (je nach Art verschieden) bebrütet werden. Die Jungen sind bereits wenige Stunden nach dem Ausschlüpfen flugfähig und turnen schon im Alter von wenigen Tagen im Geäst herum. Sie werden anfänglich von den Eltern entweder aus dem Kropf (nur bei wenigen Arten vorhanden) oder (wie bei den meisten Hokkos) aus der erweiterten, dehnbaren Speiseröhre gefüttert. Auch während der Brutzeit halten Hokkos gesellig zusammen; die Jungen mancher Arten schließen sich schon nach einigen Tagen gemischten Trupps aus Jung- und Altvögeln an. Auch »Vielweiberei« ist bei manchen Hokkoarten wohl die Regel. Die Gelege bestehen dann aus 6-9 Eiern.

Fortbewegung Mit ihren langen, schlanken Beinen und den ebenfalls langen, krallenbewehrten Zehen (die Hinterzehe setzt in einer Ebene mit den vorderen an) vermögen Hokkos sich geschickt und schnell im Astwerk zu bewegen. Der Flug dieser recht großen Hühnervögel ist dagegen ziemlich schwerfällig. Sie ersteigen meist den Wipfel eines hochgelegenen Baumes, um von dort gleitend zu neuen Nahrungsquellen zu gelangen. Mit ihren kurzen, gerundeten Flügeln können Hokkos bisweilen auch kürzere Strecken im freien Flug überwinden.

Systematik Die systematische Einteilung der zahlreichen Hokkos in Gattungen, ja selbst die Anzahl der Arten schwankt - je nach Auffassung - stark. Viele Vögel dieser Familie zeigen nur geringe äußerliche Unterschiede. Man nimmt an, dass unterschiedliche Ruftypen zur Artabgrenzung beitragen. Bei vielen Hokkos ist der Stimmapparat durch beachtliche Erweiterungen und Verlängerungen der Luftröhre stark entwickelt. Aber auch Arten mit »normaler« Luftröhre sind recht ruffreudig und laut.

Als Kurassos oder Hokkos werden meist die 7-8 Arten der Gattung Crax, die 3 Arten der Mitus, der Helmhokko (Pauxi pauxi) aus Westvenezuela, Bolivien und Ostkolumbien sowie der 65 cm große Rot- oder Schopfhokko (Nothocrax urumutum) aus Südwestvenezuela bis Nordostperu und dem südlichen Amazonasbereich bezeichnet.

Eigentliche Hokkos (Gattung Crax) Sie tragen meist Kopfhauben aus aufstellbaren, am Ende nach vorn eingerollten Federn. Die Geschlechter zeigen einen deutlichen Dimorphismus: das Gefieder der männlichen Vögel ist glänzend schwarz mit Ausnahme der weißen Bauchseite, die Wachshaut an der Schnabelbasis leuchtet kräftig gelb (Gelblappenhokko, Crax daubentoni, 83 cm), blau (Blaulappenhokko, C. alberti, 90 cm) oder rot (Knopfschnabel-Hokko oder Karunkelhokko, C. globulosa, 90 cm) und trägt zumeist einen fleischigen Höcker.

Das Gefieder der Weibchen dagegen ist teilweise weiß gestreift, wie beim 95 cm großen Glattschnabelhokko (Crax alector) aus Guyana, Südostvenezuela bis Ostkolumbien und dem Amazonas-Gebiet oder es trägt überwiegend rotbraune und zimtfarbene Töne wie beim 90 cm großen Roten oder Tuberkelhokko (Crax rubra) aus Ostmexiko bis Westecuador. Die Schnabelbasis der Hokkoweibchen ist dunkel gefärbt und trägt keinen Höcker.

Der nahe verwandte, 90 cm große Helmhokko (Pauxi pauxi) hat ein schwarzes Gefieder mit grünlichem Schimmer, die Bauchseite hebt sich weiß ab. Auf der Stirn steht ein 3-7,5 cm hoher bläulicher Knochenhöcker.

Guans oder Schakuhühner Der lautmalerische Name »Schaku«, der indianischer Herkunft ist, bezeichnet die im folgenden aufgeführten Hokko-Verwandten, z. B. den 70 cm langen, schwarzen Aburri (Aburria aburri) aus dem Andengebiet von Venezuela bis Peru sowie zwei Arten der Gattung Chamaepetes aus Kolumbien bis Peru.

Auch die 4 Arten der Weißhauben- oder Weißkopf-Schakuhühner zählen dazu, darunter der 68 cm große Schakutinga (Pipile cumanensis), verbreitet in Venezuela, den Guyana-Staaten und südwärts bis Nordargentinien.

Des weiteren bezeichnet der Name auch die 13-15 Arten der Gattung Penelope, so z. B. den Schakupemba (Penelope superciliaris) aus Ostbrasilien und Paraguay. Der Rostbauch-Guan (P. purpurascens) aus Mexiko bis Venezuela und Westecuador ist mit 90 cm Körperlänge eine der größten Arten, der Andenguan (P. montagnii) dagegen aus dem Andengebiet von Venezuela bis Nordargentinien ist mit nur 60 cm Länge eine der kleinsten Arten dieser Gattung.

Bei den Schakuhühnern unterscheiden sich die Geschlechter meist überhaupt nicht, ihr Gefieder ist überwiegend bronzefarben bis olivbraun; nackte Stellen an Kopf und Hals heben sich blau und rot ab.

 

 

Kampfwachteln

KampfwachtelnWissenschaftliche Bezeichnung:
Turnicidae

Natürliche Verbreitung:
Australien, Afrika, Asien, Südeuropa

Die systematische Zuordnung der Kampfwachteln oder Laufhühnchen zu den Kranichvögeln ist umstritten, da diese 10 -20 cm großen Vögel auch viele Ähnlichkeiten mit Hühnervögeln, besonders den Wachteln, aufweisen.

Drei Gattungen umfasst diese Familie, die wegen ihrer vielen Besonderheiten von manchen Autoren als eigene Ordnung der Vögel aufgefasst wird.

Trappenlaufhühnchen Das Trappenlaufhühnchen (Pedionomus torquatus), auch Trappenkampfwachtel und Steppenläufer genannt, bewohnt die trockenen Grasebenen des südöstlichen Australien, wo es nur noch in einzelnen kleineren Vorkommen existiert und vom Aussterben bedroht ist, da sein Lebensraum immer weiter durch den Menschen eingeschränkt wird.

Gestalt Die männlichen Tiere werden 15-17 cm groß, während die Weibchen 16-19 cm Gesamtlänge erreichen und eine ausgeprägtere Gefiederzeichnung haben.

Lebensweise Trappenkampfwachteln bewegen sich geschickt und schnell auf dem Boden fort, bei Gefahr drücken sie sich flach auf die Erde und laufen erst im letzten Moment fort. »Steppenläufer« fliegen nur ungern und nur über kurze Entfernungen. Häufig stellen sich diese scheuen Vögel auf ihre Zehenspitzen und halten steil aufgerichtet mit emporgerecktem Kopf Ausschau nach Feinden. Im Schutz von Grasbüscheln legen Trappenkampfwachteln ihre Nester an; das Gelege besteht aus 4 grauweißen, gefleckten Eiern.

Lerchenlaufhühnchen Das Lerchenlaufhühnchen (Ortyxelos maiffrenii) Afrikas, das vom Senegal bis zum Sudan und Nordkenia verbreitet ist, bewohnt sehr trockene und sandige Buschgebiete, wo es sich überwiegend von Grassamen ernährt.

Gestalt und Lebensweise Beide Geschlechter der 12 cm großen Lerchenkampfwachtel sehen gleich aus; im Fluge erinnern sie etwas an Lerchen. Diese Vögel fliegen gern auch über weitere Strecken, wobei sie oft ruckartig ihre Richtung ändern. Das Nest ist eine flache Bodenmulde, es wird nur wenig mit Gräsern ausgelegt und ist bisweilen mit kleinen Kieseln umrandet. Das Gelege besteht aus 2 Eiern.

Eigentliche Kampfwachteln Die Gattung Turnix enthält 15 Arten, die im australischen Raum, in Afrika und auf Madagaskar sowie in Südeuropa und Asien verbreitet sind.

Gestalt Die Weibchen dieser Vögel sind wiederum größer und bunter gefärbt als die männlichen Tiere.

Fortpflanzung Die Weibchen übernehmen die Balz mit dumpf klingenden Balzrufen und paaren sich mit mehreren Männchen. Die Gelege bestehen aus 3-7 Eiern, welche von den männlichen Kampfwachteln nur 12-13 Tage lang erbrütet werden. Dies ist eine der kürzesten Brutzeiten für Vögel überhaupt.

Auch sonst sind hier die »üblichen« Rollen der Geschlechter umgekehrt: Die Aufzucht der Nestlinge ist Aufgabe des Männchens. Die schütter bedunten Jungvögel wiegen nur wenige Gramm und werden vom Altvogel die erste Woche lang intensiv gehudert und gefüttert. Nach einer Woche beginnen junge Laufhühnchen selbständig nach Samen zu suchen; nach einer weiteren Woche sind sie dann voll befiedert und trennen sich schließlich im Alter von 3- 4 Wochen vom Altvogel.

»Vielmännerei« Kampfwachteln haben ihren Namen von den oft heftigen Revierstreitigkeiten der fortpflanzungsbereiten Weibchen. Die Weibchen übernehmen ja - wie schon erwähnt - die Partnerwerbung. Eine Henne legt innerhalb einer Brutsaison mehrere Gelege ab, die dann von verschiedenen »Vätern« erbrütet werden. Am Nestbau aber beteiligen sich meist beide Partner.

Laufhühnchen In Europa (Spanien), Afrika und Asien (von Kleinasien und der arabischen Halbinsel bis nach Südchina und Bali) lebt das 15-18 cm große Laufhühnchen (Turnix sylvatica), auch Rostkehl-Kampfwachtel genannt. Früher bevölkerten diese Vögel auch das Zwergpalmengebüsch Siziliens; durch Zerstörung dieses Biotops sind sie heute aber von der Insel verschwunden.

 

 

Präriehühner

PrriehhnerWissenschaftliche Bezeichnung:
Tympanuchus

Natürliche Verbreitung:
Mittelamerika

Im allgemeinen werden die 3 im folgenden geschilderten Arten der Rauhfußhühner als Präriehühner bezeichnet.

Präriehuhn Das 42-47 cm große, eigentliche Präriehuhn (Tympanuchus cupido) bewohnt die offenen Graslandschaften des mittleren Nordamerika, von Kanada bis Texas. Einst waren Präriehühner überaus häufig in den USA; der Wohlgeschmack ihres Fleisches und die Umwandlung der Grasebenen im Ackerland aber haben als wichtigste Ursachen für einen bedrohlichen Bestandsrückgang dieser Art gesorgt. In den letzten Jahrzehnten haben sich Präriehühner langsam nach Westen ausgebreitet, da dort noch besser geeignete Lebensräume bestehen. Auch nach Norden drangen diese Hühnervögel im Gefolge des zunehmenden Weizenanbaues vor. Im Winter ziehen sie in wärmere südliche Regionen (Präriehühner sind gute Flieger).

Balz Gegen Ende des Winters kehren die Hähne zu ihren angestammten Balzplätzen und Brutrevieren zurück, die sie alljährlich von neuem aufsuchen und sogar an ihren Nachwuchs »vererben«. In den frühen Morgenstunden suchen mehrere Hähne den Balzplatz (eine kahle oder etwas erhöhte Stelle) auf und lassen ihre tiefen »brummenden« und »hohl klingenden« Balzrufe hören. Die Hähne (aller 3 Arten der »Präriehühner«) haben im Nacken jederseits große, gelblich-rote Säcke, die sie beim Balztanz zu großen Ballons aufblasen. Die für Rauhfußhühner typischen »Rosen« über den Augen leuchten in der gleichen Farbe, und die langen, steil aufgerichteten Hals- und Nackenfedern bilden einen eindrucksvollen »Kragen«. Mit fächerartig aufgestelltem Schwanz und abgespreizten Flügeln drehen sich die balzenden Präriehühner im Kreise und gehen umeinander herum; dabei trampeln sie bisweilen mit den starken Füßen kräftig auf den Boden, so dass das Balzgeschehen weithin bemerkbar ist. Erst Ende März bis Anfang April finden sich die unscheinbareren und kleineren Hennen an den Turnierplätzen ein; die Balz erreicht dann ihren Höhepunkt.

Brut Die Hennen bauen ein lockeres Bodennest und erbrüten ihr Gelege (12-16 Eier) etwa 23 Tage lang, bis die jungen Präriehühner schlüpfen. Sie sind weit entwickelt und laufen oft schon am ersten Lebenstag ausgiebig umher.

Schweifhuhn Das Schweifhuhn (Pedioecetes phasianellus) wird etwa 44 cm lang und gleicht im großen und ganzen dem Präriehuhn. Die mittleren beiden Steuerfedern werden jedoch länger als der übrige Stoß, weshalb man diese Rauhfußhühner auch als »Spitzschwanzhühner« bezeichnet.

Lebensraum Der Verbreitungsraum reicht nach Norden bis ins Yukongebiet und ostwärts bis Ontario und Quebec. Schweifhühner besiedeln neben der Prärie auch aufgelockerte Busch- und Waldgebiete, dringen jedoch nicht in geschlossene Wälder vor.

Nahrung Neben allerlei Pflanzenteilen (Samen, Knospen u. ä.) »wilder« Gewächse nehmen alle 3 Arten der Präriehühner auch in geringem Maße Getreidekörner auf, ihr Nutzen als Vertilger großer Insektenmengen überwiegt jedoch bei weitem diesen Schaden.

Beifußhuhn Das Beifußhuhn (Centrocercus urophasianus) ist mit 65-75 cm Gesamtlänge (Hähne werden deutlich größer) und 3,5-4 kg Gewicht das eindrucksvollste der Präriehühner. Seine Heimat sind die Krautsteppen des westlichen Nordamerika, von Kanada bis New Mexico. Wie bei den anderen beiden Arten, ist das Balzverhalten der Beifußhühner stark ritualisiert. Die langen Schwanzfedern laufen sehr spitz zu, sie werden strahlenförmig aufgefächert und senkrecht über dem Rücken aufgestellt. Die großen Kehlsäcke des Hahns reichen weit bis auf die Brust hinab und sind weiß befiedert; als prachtvolle »Halskrause« umrahmen sie den aufgeplusterten Vogel.

Bei allen 3 Arten der Präriehühner besteht eine deutliche Rangordnung unter den balzenden Hähnen. Die ranghöchsten Vögel begatten die meisten Hennen, aber auch rangniedere Hähne kommen - je nach sozialer Stellung - noch mehr oder minder oft zur Paarung.

 

Rauhfußhühner

RauhfuhhnerWissenschaftliche Bezeichnung:
Tetraoninae

Natürliche Verbreitung:
Nordamerika, Europa, Asien

Die 16-18 Arten der Rauhfußhühner leben in den gemäßigten und kalten Gebieten Nordamerikas und Eurasiens. Sie haben sich in ihrem Körperbau und Verhalten stark an die schneereichen und harten Winter ihres Verbreitungsgebietes angepaßt.

Merkmale So tragen die Läufe und Füße ein dichtes Federkleid; auch die Zehen sind bei einigen Arten (Schneehühner) befiedert, während andere Rauhfußhühner seitliche Reihen von »Balzstiften« ausbilden, die gewissermaßen kurze Federn ohne jegliche Fahnenbildung sind. Ihr dichtes Beingefieder schützt diese Fasanenartigen einmal vor Auskühlung und verhindert zum anderen das Einsinken im Schnee. Auch die Schnabelwurzel und Nasenlöcher der Rauhfußhühner werden durch Federn geschützt. Überhaupt ist das gesamte Federkleid dieser kräftigen Hühnervögel sehr dicht und stabil.

Ernährung Viele Arten nehmen im Winter zeitweise nur Nadeln zu sich, wenn alle anderen Nahrungsquellen tief verschneit sind. Im Sommer ist das Nahrungsangebot naturgemäß viel reichhaltiger; alle Rauhfußhühner nehmen dann auch vielerlei Früchte und Samen sowie reichlich Insekten (insbesondere die Jungvögel) zu sich.

Gestaltliche Anpassungen Kropf und Muskelmagen sind bei Rauhfußhühnern kräftig entwickelt, auch sorgen große Blinddärme für die Aufbereitung der (besonders im Winter) zellulosereichen Nahrung. Im Winter ist der Hornschnabel bei vielen Rauhfußhühnern viel kräftiger als im Sommer entwickelt; zur Zeit der weichen sommerlichen Nahrung werfen die Vögel dieses »Spezialwerkzeug« ab. Weitere typische Körpermerkmale der Rauhfußhühner sind das Fehlen von Sporen an den Läufen sowie die verhältnismäßig kleinen und ziemlich hoch ansetzenden Hinterzehen.

Viele Arten zeigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Die Hähne werden bedeutend größer als weibliche Tiere und bilden während der Balzzeit leuchtend bunte Überaugenwülste - so genannte »Rosen« - aus, blasen große, bunt gefärbte Luftsäcke der Halsregion auf und sträuben spezielle Gefiederpartien der Kopf- und Halsregion. Auch zeichnet sich bei vielen Arten das Gefieder männlicher Rauhfußhühner gegenüber dem »unscheinbaren« Tarnkleid der Hennen durch mächtig entwickelte Schwanzfedern, schillernd blaue und grüne Farbtönungen oder anderweitig markant farblich abgesetzte Körperpartien aus.

Balzverhalten Bei den meisten Rauhfußhühnern ist auch das Verhalten der Geschlechter während der Balz unterschiedlich: Die Hähne lassen laute, durch die (als Resonanzkörper wirkenden) aufblasbaren Luftsäcke verstärkte Rufe hören und/oder erzeugen zusätzliche Geräusche, indem sie mit den Füßen auf den Erdboden »trampeln« oder die Flügel derart bewegen, dass die Schwungfedern laute »knarrende« oder »schnarrende« Laute erzeugen. Hohe Luftsprünge und eigenartig »verrenkte« Körperhaltungen sowie charakteristische Balzflüge vollenden das stark ritualisierte Fortpflanzungsverhalten.

Gesellschaftsbalz Bei polygam lebenden Arten der Rauhfußhühner führen mehrere Hähne eine »Gesellschaftsbalz« auf, wie sie vom 41 (Henne) bis 53 cm (Hahn) großen Birkhuhn (Lyrurus tetrix) Eurasiens bekannt ist. Das etwa 50 cm lange Kaukasusbirkhuhn (Lyrurus mlokosiewiczi) ist etwas unscheinbarer gefärbt und balzt ohne Lautäußerungen. Die balzenden Birkhähne (»Spielhähne«) finden sich in der Morgendämmerung an traditionellen Balzplätzen im freien Gelände ein, wo sich - in Gegenden mit starkem Birkwildbesatz - viele weitere Rivalen ansammeln können. Ritualisierte, unblutige Scheinkämpfe zwischen den Konkurrenten stellen die Rangfolge innerhalb der Rivalen klar; jeder Hahn besetzt auf dem »Turnierplatz« sein eigenes Balzrevier. Die Weibchen, vom weithin bemerkbaren Balzgeschehen angelockt, werden meist von den ranghöheren Hähnen »getreten« und ziehen sich danach zum Brutgeschäft zurück.

Einzelbalz Eine Gemeinschaftsbalz und Polygamie ist überwiegend bei Rauhfußhühnern der offenen Lebensbereiche ausgeprägt, während »Waldhühner« im allgemeinen in Einehe leben und von bestimmten Balzplätzen aus (im Geäst der Bäume oder auf Felsspitzen) um ihre Brutpartner werben. Dies gilt für die 35-36 cm großen Haselhühner (Tetrastes bonasia) aus dem gesamten eurasischen Raum sowie für die nahe verwandten Schwarzbrust-Haselhühner (Tetrastes sewerzowi) aus ihrem eng begrenzten Verbreitungsgebiet in Westchina. Auch andere »Waldhühner«, wie das 42-45 cm große Kragenhuhn (Bonasa umbellus) aus den gemäßigten Zonen Nordamerikas, das 38-40 cm große Kanada-Waldhuhn oder Tannenhuhn (Canachites oder Falcipennis canadensis) aus den dichten Nadelwäldern des nördlichen und nordwestlichen Nordamerika und sein naher Verwandter, das Sichelhuhn (Falcipennis falcipennis), aus dem östlichen Sibirien, leben in Einehe und balzen weniger auffällig als Birk- und Präriehühner. Auch beim 53 cm großen Dunklen Waldhuhn oder Felsengebirgshuhn (Dendragapus obscurus) aus dem westlichen Nordamerika unterscheiden sich Hahn und Henne nicht so stark wie beim Auerhuhn oder Birkhuhn.

Verhalten gegenüber dem Menschen Sowohl Felsengebirgshuhn wie auch Tannenhühner sind bei Begegnungen mit dem Menschen oftmals sehr zutraulich, weshalb man letztere Art auch als »Fool Hen« (»Dummes Huhn« oder gar »Blödhuhn«) bezeichnet. »Dumm« genug, um leider dem Menschen nicht auszuweichen, der diese Vögel immer noch tötet, wo er ihrer habhaft wird. Wegen ihres Wohlgeschmackes werden alle Rauhfußhühner hoch als Jagdwild geschätzt und entsprechend dezimiert. Mindestens genauso katastrophal wirkt sich für den Fortbestand dieser stattlichen Hühnervögel die »Umgestaltung« ihrer natürlichen Biotope zu »Kulturlandschaften« durch den Menschen aus. Weltweit gehen die Bestände - besonders in den letzten Jahren - stark zurück.

Brut Ihre Nester legen Rauhfußhühner immer auf dem Boden an; die einfachen Mulden werden nur dürftig mit Nistmaterial ausgekleidet. Die Gelege bestehen aus 6-12 Eiern und werden 21-28 Tage lang vom weiblichen Vogel erbrütet. Die schlüpfenden Jungen sind weit entwickelt (Nestflüchter), werden aber in den ersten Tagen ihres Lebens noch intensiv gehudert und umsorgt. Eiweißreiche Insektenkost bilden den überwiegenden Nahrungsanteil; erst später nehmen junge Rauhfußhühner mehr und mehr pflanzliche Nahrung zu sich.

Weitere Einzelheiten Auerhuhn, Präriehühner, Birkhuhn, Schneehühner.

 

 

Rot-Satyrhuhn

Rot-SatyrhuhnWissenschaftliche Bezeichnung:
Phasianinae

Natürliche Verbreitung:
Asien

Die Geschlechter sehen beim Rot-Satyrhuhn aus der Familie der Fasanartigen verschieden aus. Zu seiner Gefiederpracht zeigt der Hahn in der Balz türkisfarbene stiftförmige Schwellkörper am Hinterhaupt, und die nackte Kehlhaut schwillt zu einem blau und rot gemusterten Kehlschild an.

 

 

 

Sonnerathuhn

SonnerathuhnWissenschaftliche Bezeichnung:
Phasianinae

Natürliche Verbreitung:
Indien

Das Sonnerathuhn, ein Fasan, bewohnt die indische Halbinsel und schließt in seinem Vorkommen an das Verbreitungsgebiet des Bankivahuhns an. Die Schmuckfedern des Hahns an Hals und Bürzel tragen an der Spitze gelbe und weiße Hornplättchen.

 

 

Steinhühner

SteinhhnerWissenschaftliche Bezeichnung:
Alectoris

Natürliche Verbreitung:
Europa, Asien, Afrika

Steinhühner sind rebhuhnähnliche Fasanenartige von etwa 30 cm Gesamtlänge und 0,5-0,75 kg Gewicht. Bekanntester Vertreter der Steinhühner ist unser Steinhuhn (Alectoris graeca), dessen Biologie hier auch im Vordergrund stehen soll. Doch gibt es in Eurasien, Vorderasien und Nordafrika insgesamt etwa 6 Arten mit vielen Unterarten bzw. Lokalrassen.

Weitere Arten, Verbreitung In die Gattung Alectoris gehören noch das 34 cm lange Rothuhn (Alectoris rufa), das als Brutvogel auf der Iberischen Halbinsel (einschließlich Balearen) bis Frankreich (auch Korsika) und Nordwestitalien heimisch ist; das ebenfalls 33 cm lange Felsenhuhn (A. barbara) aus Sardinien, Nordafrika und von den Kanarischen Inseln sowie das gleichgroße Chukarsteinhuhn (A. chukar), ein Brutvogel Asiens (von Vorder- und Innerasien bis zur Mongolei und Mandschurei) und Südosteuropas (Thrakien, Bulgarien). Das Schwarzkopf-Steinhuhn (Alectoris melanocephala) brütet im Süden und Südwesten der Arabischen Halbinsel, während das Philby-Steinhuhn (A. philbyi) nur im Südwesten Arabiens (von Mekka bis Jemen) vorkommt. Nordwestchina (Tsinghai bis Kansu) ist die Heimat des Chinesischen Steinhuhns (A. myna). Chukarsteinhühner hat man in Nordamerika und auf der Südinsel Neuseelands eingebürgert, Rothühner dagegen in England, auf den Azoren, Kanaren, Balearen sowie auf Madeira.

Das Verbreitungsgebiet des eigentlichen Steinhuhns (A. graeca) erstreckt sich von den Alpen über Italien (einschließlich Sizilien) bis nach Jugoslawien und Griechenland. Diese Vögel sind viel bunter als Rebhühner gefärbt, mit denen sie zusammen in die Gruppe der Feldhühner (Perdicini) eingeordnet werden.

Gestalt Typisch auch für die anderen Arten der Gattung Alectoris sind der rote Schnabel, die schwarz oder braun umrandete weiße Kehlregion sowie die weiß, schwarz und rotbraun gebänderten Flanken und die roten Beine. Die Geschlechter sehen fast gleich aus; männliche Vögel haben einen stumpfen, höckerartigen Sporn an der Laufrückseite. Im Felde lassen sich die einzelnen Arten der Gattung nur schwer voneinander unterscheiden.

Lebensweise Hier bietet das Verbreitungsgebiet eine nützliche Bestimmungshilfe. Steinhühner bewohnen als Standvögel steinige und felsige Gebirgslandschaften, steigen aber außerhalb der Brutzeit (im Winter) auch in geschützte Tallagen oder (im Sommer) bis in die baumlosen Hochlagen an der Schneegrenze empor. Lockerer Busch- und Kiefernbestand mit Wasserflächen in der Nähe sowie Zwergstrauchvegetation, Geröllhalden und (in Italien und auf dem Balkan) die trockenen mediterranen Hartlaubwälder sowie Weinberge bieten Steinhühnern geeignete Lebensbedingungen. Hier suchen die Vögel nach Knospen, frischen Gräsern und Kräutern, Sämereien und Früchten. Auch nehmen Steinhühner (engl. »Rock Partrigde«) gerne Getreidekörner von abgeernteten Feldern auf.

Brut Steinhühner bauen Bodennester (flache Mulden mit geringfügiger Auspolsterung) im Schutz von Grasbüscheln, Felsbrocken oder Gebüsch.

Im Gegensatz zu den anderen Feldhühnern der Gattung Alectoris legt das weibliche Steinhuhn nur 1 Gelege aus 8-14 (6-18) Eiern (4,3x3,2 cm). Beim Rothuhn und Chukarsteinhuhn gibt es manchmal 2 Gelege, von denen eines vom Männchen erbrütet wird. Die Brutperiode beginnt im Mai/Juni. Meist brüten Steinhühner vom letzten Ei an, wobei sie zuvor beim Verlassen des Nestes das Gelege jedesmal mit Nistmaterial abdecken. Die Brutdauer beträgt 24-26 Tage.

Junge Steinhühner sind Nestflüchter und tragen ein gemustertes, rötlich-braunes Dunenkleid. Sie verlassen das Nest bald nach dem Trockenwerden, werden vom Weibchen geführt und wachsen nur recht langsam heran. Obwohl die beiden Nester oft nur 25-50 m voneinander entfernt stehen, führt beim Chukar- und beim Rothuhn stets nur der Elternteil die Jungen, der sie auch erbrütet hat. Erst im Alter von 20 Tagen werden sie flügge und sind schließlich nach 2 Monaten etwa ausgewachsen.

Steinhühner bleiben im Familienverband beisammen und schließen sich im Winter zu größeren »Ketten« bis zu 100 Individuen zusammen. Geschlechtsreif werden Steinhühner noch im 1. Jahr ihres Lebens. Das bekannte Höchstalter (in Gefangenschaft) beträgt knapp 10 Jahre.

 

 

Steißhühner

SteihhnerWissenschaftliche Bezeichnung:
Tinamiformes

Natürliche Verbreitung:
Mittel-, Südamerika

Die 42- 46 Arten der Steißhühner oder Tinamus leben in Mittel- und Südamerika (von Mexiko bis Südargentinien und Südchile). Es sind sehr altertümliche Vögel, die in Anpassung an ein zurückgezogenes Leben als Bodenbewohner eine große äußerliche Ähnlichkeit mit den Hühnervögeln (Galliformes) erworben haben.

Merkmale Eine Reihe anatomischer Merkmale (z. B. der Bau des knöchernen Gaumens, Verschmelzung mehrerer Rückenwirbel, keine Hakenfortsätze an den Rippen, Beckenskelett ähnlich dem des Kiwis, d. h. Sitz- und Schambeine sind nicht vollständig miteinander verwachsen) grenzen die Steißhühner von allen »modernen« Vögeln ab, so dass die Zoologen ihnen eine eigene Ordnung der Vögel zuweisen.

Steißhühner haben zwar einen gut ausgebildeten Brustbeinkamm und entsprechend viel Flugmuskulatur; ihr Herz aber ist im Verhältnis zur Körpergröße erstaunlich klein, und auch die Blutmenge ist verhältnismäßig gering, so dass die Versorgung der Brustmuskulatur mit Sauerstoff nicht ausreicht, um einen andauernden Flug zu ermöglichen. Die Schwanzfedern (8-12) sind sehr kurz und bei vielen Arten sogar unter den Oberschwanzdecken verborgen (daher der Name); auch die Flügel bleiben kurz und rund, sie sind recht kräftig gewölbt. Steißhühner haben ein sehr dichtes und tarnfarbig braun und grau gemustertes Gefieder; Puderdunen und Bürzeldrüse sind gut entwickelt.

Lebensweise Die Tinamiformes leben meist in Wald- und Buschlandschaften des tropischen Amerika, einige wenige Arten haben sich jedoch an die ausgedehnten Grasebenen und die kühleren Hochgebirgslagen der Anden angepaßt. Steißhühner nehmen hier in etwa die ökologische Nische der Hühnervögel ein. Sie ernähren sich von allerlei Früchten, Samen und Insekten, die sie zwar gelegentlich mit dem Schnabel (ziemlich klein, schmal und leicht abwärts gekrümmt) ausgraben, niemals jedoch - wie Hühnervögel - mit ihren kräftigen Füßen freischarren. Ein großer Kropf und Blinddärme sorgen für die Aufbereitung der vielseitigen Kost.

Bei Gefahr bringen die Steißhühner sich geschickt in dichtem Unterholz in Sicherheit oder drücken sich in Bodenvertiefungen und Erdhöhlen; nur bei allergrößter Bedrohung fliegen sie überraschend schnell davon, um nach wenigen hundert Metern wieder in schützende Deckung einzufallen.

Fortpflanzung In ihrer Fortpflanzungsbiologie unterscheiden sich Steißhühner wesentlich von den meisten anderen Vögeln. Obwohl bei den meisten Arten die Geschlechter gleich aussehen, gibt es doch einige, deren Weibchen größer als die männlichen Vögel werden und die auch ein bunteres Gefieder haben. Weitaus die meisten Steißhuhnarten leben ungesellig, nur wenige bilden kleinere Gruppen. Zur Brutzeit geben die Männchen andauernd ihre melodischen, klanghaften Rufe von sich und locken so legebereite Weibchen in ihr Revier. Mehrere Weibchen legen ihre Eier - glänzende und einfarbig grün, blau, braun oder violettrot gefärbte Gebilde mit fast symmetrisch geformten Polen - in ein gemeinsames Bodennest (insgesamt bis zu 12, seltener auch mehr Eier) und überlassen das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungvögel allein den Männchen. Wahrscheinlich versorgt bei den meisten Steißhuhnarten 1 Weibchen hintereinander mehrere brutbereite Männchen mit Eiern. Beim 27-30 cm großen Rotbrusttinamu (Crypturellus variegatus) aus den tropischen Wäldern der östlichen Andenausläufer (von Kolumbien und Südvenezuela bis Peru und Ostbrasilien) allerdings legt nur 1 Weibchen ein einzelnes Ei in das Nest (eine flache, ungepolsterte Bodenmulde) des unscheinbarer gefärbten Männchens. Nach 21 Tagen Brutdauer schlüpft das weitentwickelte Dunenjunge und läuft bereits einige wenige Stunden nach Verlassen des Eies mit dem Altvogel umher. Es nimmt von Anfang an selbständig Nahrung auf und drückt sich bei Gefahr auf einen Warnlaut hin dicht auf den Boden.

Steißhühner ziehen meist mehrere Junge hintereinander auf; sobald nach etwa 3 Wochen die Jungvögel weitgehend selbständig geworden sind, locken die Männchen erneut Brutpartner zur Eiablage herbei. Die Nester werden zumeist gut in dichter Deckung versteckt; nur wenige Steißhühner formen eine regelrechte Nistmulde aus Pflanzenstoffen. Bei den meisten Arten legen die Weibchen ihre Eier in ungepolsterte, bereits vorhandene oder selbstgebaute flache Bodensenken. Beim 25-28 cm großen Graukehltinamu (Crypturellus boucardi) aus den Waldgebieten von Mexiko bis Nord-Costa Rica und Nordwest-Kolumbien beträgt die Brutdauer nur etwa 16 Tage, während bei den 7 Arten der Rebhuhntinamus (Gattung Nothoprocta) aus den Gebirgslagen der Hochanden die Brut oft 3 Wochen oder länger währt. Diese Steißhühner nehmen in etwa die ökologische Nische der Schneehühner der Nordhalbkugel ein.

Beim 42- 43 cm großen Inambu oder Pampashuhn (Rhynchotus rufescens) aus den Pampas vom südlichen Amazonasgebiet bis Mittelargentinien und Uruguay - das als »Rebhuhn« gejagt wird und wegen seines Fleisches sehr geschätzt ist - erbrüten die Männchen 7-9 schokoladenbraune Eier.

Systematik Steißhühner werden nach ihrer Lebensweise und Anpassung an die unterschiedlichen Lebensräume der geschlossenen tropischen Wälder einerseits und der offenen Grassteppen bzw. Hochgebirgslagen andererseits in 2 Unterfamilien eingeteilt.

1. Die Waldsteißhühner (Tinaminae) mit den 3 Gattungen: Tinamus, Nothocercus (3 Arten aus den kühleren Gebirgswäldern) und Crypturellus (siehe oben).

2. Steppensteißhühner (Rhynchotinae) mit dem bereits erwähnten Pampashuhn (Rhynchotus rufescens), den Rebhuhntinamus (Gattung Nothoprocta) sowie den Gattungen Nothura, Taoniscus (kleine Arten des Chaco und der Pampa) und Eudromia (das 35-40 cm große Perlsteißhuhn, E. elegans, bewohnt gesellig die Graslandschaften Argentiniens und Ostchiles; es streift in kleinen Gruppen von wenigen Männchen und mehreren Weibchen umher). Die beiden Arten der Gattung Tinamotis (das 39 cm große Patagoniersteißhuhn, T. ingoufi, aus Patagonien und Südchile sowie das 43 cm lange Punasteißhuhn, T. pentlandii, aus Südperu bis Nordargentinien) bewohnen die gemäßigt-kalten und unwirtlichen Regionen der südlichen Berglandschaften Südamerikas.

 

 

Thermometerhuhn

ThermometerhuhnWissenschaftliche Bezeichnung:
Leipoa ocellata

Natürliche Verbreitung:
Australien

Das etwa 55 cm große Thermometerhuhn aus dem südlichen Australien bewohnt trockene Buschgebiete (Melleebusch) und hat in Anpassung an diesen für Großfußhühner ungewöhnlichen Lebensraum eine ganz besondere Brutmethode entwickelt.

Brutgewohnheit Um trotz der Trockenheit seines Wohngebietes genügend Feuchtigkeit zur Kompostierung, d. h. Gärung von Blättern und anderem Pflanzenmaterial zu erhalten, legt der Hahn seinen Bruthaufen halb unterirdisch an. Er scharrt zu Beginn des australischen Winters eine bis zu 1 m tiefe Grube aus, die er mit Blättern aus der Umgebung (bis 50 m Entfernung) auffüllt. Sobald die geringen Niederschläge das Pflanzenmaterial angefeuchtet haben, bedeckt der Hahn es mit einer Sandschicht. Der fertige »Brutschrank« ist jetzt etwa 1 m und misst etwa 5 m im Durchmesser.

Im Frühling legt nun das Weibchen im Abstand von mehreren Tagen bis zu 20 oder 30 Eier in jeweils einzeln vom Hahn gegrabene Gänge, die etwa bis zur Mitte des Hügels hinführen. Aber erst direkt zur Eiablage werden die Weibchen vom Hahn vorgelassen; bis dahin vertreibt er ausnahmslos jeden Eindringling von seinem Hügel. Für jedes Ei muss die schützende Sanddeckschicht erneut abgetragen werden; auch ist das männliche Thermometerhuhn während des gesamten Tages ständig damit beschäftigt, durch Verändern der Deckschicht die unterschiedlichen Außentemperaturen auszugleichen. Zum einen muss der Gärungsprozess ständig kontrolliert werden, zum anderen bedeutet der auch jahreszeitlich bedingte Klimawechsel eine ständige Bedrohung der für die Eientwicklung notwendigen Temperatur von 33,5 °C. Im Frühling muss überschüssige Gärungswärme abgeleitet werden, im Sommer dagegen vermag nur eine dickere Sandschicht das Gelege vor übergroßer Sonneneinstrahlung und Erwärmung zu schützen; im Herbst wiederum ist der viele Sand hinderlich, jetzt hilft die direkte Sonnenwärme auf der Laubschicht. Gegen Abend schützt der Hahn die fast fertig erbrüteten Eier durch Aufschütten des tagsüber aufgeheizten Sandes vor der nächtlichen Kühle.

Etwa im Mai beginnt die Bauzeit des Bruthügels, im September legen die Weibchen ihre Eier ab und bis zum März schlüpfen die Jungvögel aus, die zum Zeitpunkt des Schlüpfens schon völlig selbständig sind. Der Hahn ist also knapp 10 Monate im Jahr mit seinem »Brutschrank« beschäftigt, wobei er ständig - tags- wie auch nachtsüber - die Temperatur überprüfen muss. Welches »Thermometer« die Wallnister oder Taubenwallnister, wie diese Großfußhühner auch noch genannt werden, nun benutzen, ist noch nicht genau bekannt. Wahrscheinlich ermitteln sie die richtige Brutwärme mit einem Sinnesorgan im Schnabelbereich.

 

Alle Informationen aus World of Animals

 


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